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Bericht über den Abbau von Geschlechterstereotypen in der EU (2012/2116(INI))

27. März 2013

Am 12.3.2013 hat das Europäische Parlament (EP) den „Bericht über den Abbau von Geschlechterstereotypen in der EU“ (2012/2116(INI)), erstellt vom EP Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, angenommen.
Im Bericht finden sich u.a. eine Problembeschreibung, sowie Maßnahmenvorschläge für Europäische Kommission und Mitgliedsstaaten gegen sexistische Werbemaßnahmen. Diese wurden von der Werbewatchgroup Wien im Folgenden zusammengefasst und sind als Factsheets als Download (unten) verfügbar:

Zusammenfassung der Maßnahmen gegen „Sexistische Werbung“

Feststellungen des EP zum Thema:  Medien und Kultur - die Relevanz von Werbemaßnahmen wird deutlich:

Geschlechtsspezifische Diskriminierung findet in Medien, Kommunikation und Werbung immer noch häufig statt und erleichtert die Reproduktion von Geschlechterstereotypen, insbesondere wenn Frauen aus Profitgründen als Sexobjekte dargestellt werden („Sex Sells“). Beispiel für Geschlechterstereotype: In der Werbung sind nur 27% der gezeigten Angestellten und Fachkräfte Frauen, aber Personen, die im Haushalt und bei Kinderbetreuung zu sehen sind, sind zu 60% Frauen. Im Bericht wird die Auffassung vertreten, dass Werbung und Medien eine „schlagkräftige Katalysatorfunktion“ im Kampf gegen Stereotype und geschlechtsbedingte Vorurteile übernehmen können.
Als Negativbeispiele für Sexualisierung von Frauen und Mädchen werden Alkoholwerbungen (Bier > Busen...) genannt und auch die Gestaltung von Computerspielen und Musikvideoclips, sowie Liedtexte, die oft Gewalt gegen Frauen und Mädchen propagieren.
Das wirkt sich besonders negativ im Hinblick auf Kinder aus, die bereits früh mit Geschlechterstereotypen konfrontiert sind, was ihre Wahrnehmung zu Geschlechterrollen beeinflusst und lebenslange Auswirkungen hat.
Besondere Sorge wird im Bericht hinsichtlich der Darstellung von Mädchen in der Öffentlichkeit geäußert, da diese oft ihr gesellschaftliches Ansehen mindert und Gewalt gegen sie fördert. Auch die zunehmende Pornografisierung des Alltags, gerade in der Jugendkultur und Werbung, die sich speziell an junge Frauen und Männer richtet, wird kritisiert.


Allgemeine und spezifisch geforderte Maßnahmen bezüglich sexistischer Werbung


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