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Beschwerde Nummer 324 vom 12. April 2013

Bilder

Plakat für 30. Wiener Stadtfest

Was wurde beworben?

30. Wiener Stadtfest 2013

Name der Ware oder Dienstleistung:

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

LINK:

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

verschiedene Orte in Wien

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Beschreibung

Auf dem Plakat für das Stadtfest sind ein Mann und eine Frau abgebildet. Der Mann steht eher im Hintergrund und ist mit einem T-Shirt und einer Jacke/einem Sakko bekleidet. Im Vordergrund steht die Frau, die lediglich mit einem BH im \"Dirndl-Stil\" bekleidet ist. Es handelt sich eindeutig nicht um ein \"echtes\" Dirndl, da der Bauch der Frau nicht von Kleidung bedeckt ist. Über die Schulter hat sie eine Weste oder ähnliches drapiert. Ihr Blick ist eher lasziv, mit halb geschlossenen Augen und leicht geöffnetem Mund. Da es nicht nachvollziehbar ist, wieso für das Stadtfest mit einer kaum bekleideten Frau geworben wird - zumal dadurch kein inhaltlicher Zusammenhang zum beworbenen Fest hergestellt wird - erachte ich das Motiv als unangebracht und für Frauen diskriminierend. Nicht zuletzt, da der Mann vollständig bekleidet ist und nicht etwa ebenfalls einen halbnackten Oberkörper zur Schau trägt.

Videos

Entscheidung der Watchgroup


Dieses Sujet instrumentalisiert Jugendlichkeit - dargestellt durch zwei junge Models (Frau und Mann bzw. Mädchen und Junge) - welche die abgebildete Frau sexualisiert und unpassend abbildet. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem beworbenen Wiener Stadtfest und dem abgebildeten Pärchen, welches den Eindruck erweckt, dass BHs im öffentlichen Straßenbild eine Normalität darstellen würden. Es ist auch sachlich nicht nachvollziehbar, was eine nur mit einem BH bekleidete Frau mit einem Stadtfest zu tun haben sollte.

Mehrere Kriterien des Kriterienkatalogs sind erfüllt: das Sujet bedient sich sexistischer Frauen- und Männerkonzepte, insbesondere traditioneller Vorurteile über Frauen und Männer, sowie der Sexualisierung von Frauen: Die Frau wird als laszive Verführerin, als Sexobjekt und als garnierende Begleitung eines seriös angezogenen Mannes im Hintergrund - quasi als Gegenpol - dargestellt. Der Busen der Frau dient einmal mehr als Aufmerksamkeitserzeuger: der Blick auf die Brüste der Frau wird als universales Werbeinstrument eingesetzt, das Frauen mit dem beworbenen Produkt gleichsetzt.

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