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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 330 vom 23. April 2013

Bilder

Was wurde beworben?

Nordsee

Name der Ware oder Dienstleistung:

Räucherlachs-Bagel

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

LINK:

http://

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

City light Plakate in Wien

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

April 2013

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Nordsee

Beschreibung

Text "Fisch macht sexy ... und schmeckt!", hinter dem Schriftzug eine nackte Frau, die in den Bagel beisst und mit dem Betrachter kokettiert, der Schriftzug verdeckt den Busen

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Entscheidung der Watchgroup


Bei diesem Sujet sind mehrere Kriterien der Kategorien „Sexualisierung“ sowie „Geschlechterklischees“ erfüllt:

Das beworbene Produkt wird mittels einer halbnackten Frau mit Anspielung auf Sexualität beworben, obwohl es mit beidem nichts zu tun hat. Die Frau wird als Sexobjekt, als Garnierung, sowie als laszive Verführerin dargestellt. Es gibt keinen sachlichen Zusammenhang zwischen sexualisierter Nacktheit und beworbenem Produkt. Der Körper der Frau fungiert als Träger von Botschaften ─ die mittels Schriftzug verdeckte Zone des ansonsten nackten weiblichen Oberkörpers dient der Vermittlung der Werbebotschaft. Als Stilmittel wird der voyeuristische Blick auf das Dekolleté bemüht.

Es wird ein kausaler Zusammenhang zwischen Produktverzehr und einem Zuwachs von Erotik suggeriert. Die abgebildete Frau entspricht auch stereotypen weiblichen Körperschönheitsidealen ─ jung, blond, langhaarig ─ und ist gleichzeitig erschreckend dünn: es wirkt, als ob der Kopf einer erwachsenen Frau auf einen Mädchenkörper montiert wurde.

Sexualisierte Nacktheit wird als Blickfang und Werbebotschaft eingesetzt; verdeckte Körperteile durch Werbebeschriftung als Träger der Werbebotschaft zeigen einen Einsatz der Sex-Sells-Strategie, die mit dem Produkt nichts zu tun hat. Auch erscheint hier ein zumindest irritierendes Konsumversprechen kommuniziert, nämlich dass die Produkte des Konzerns schlank, sexy und verführerisch machen würden. Sexualisierung von essenden Menschen erscheint hiermit in einem seltsamen Kontext.

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