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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 336 vom 3. Mai 2013

Bilder

Wiener Zuckerpüppchen

Was wurde beworben?

Zuckersticks mit dem Namen \\\"Zuckerpüppchen\\\" von der Firma \\\"Wiener Zucker\\\", mit Frauenbildern auf den Sticks.

Name der Ware oder Dienstleistung:

\\\"Zuckerpüppchen\\\" von Wiener Zucker

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

Zeitung

LINK:

http://www.wiener-zucker.at/index.php?id=102&tx_ttnews[tt_news]=191&cHash=69d34c4f77fed2c5e0284a96deb9c5c8

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wiener Zucker

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

in den Regalen fast aller Supermärkte

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

seit Winter 2012

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Beschreibung

Wiener Zucker verkauft mit den \\\"Zuckerpüppchen\\\" unter anderem auch die sexistische Zuschreibung von \\\"süß\\\" für Frauen.
Die Zuckersticks \\\"zieren\\\" gezeichnete Models.
Außerdem wird \\\"Zuckerpüppchen\\\" im Allgemeinen oft abwertend,und verachtend verwendet. Siehe Buch: \\\"Gute Nacht, Zuckerpüppchen\\\", in dem es um sexullen Mißbrauch geht.

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Frauen werden durch die Bezeichnung „Zuckerpüppchen“ zu Spielzeug degradiert, verkindlicht, nicht als eigenständige, erwachsene Personen und Persönlichkeiten wahrgenommen. Die Bezeichnung „Zuckerpüppchen“ ist zudem ein Alltagssexismus in der Sprache, um aufgestylte Mädchen und junge Frauen zu trivialisieren. Der Bezug zum Produkt besteht in der Konnotierung des Begriffes „Zuckerpüppchen“, der eine banalisierende Verkleinerung der weiblichen Mannequins erzeugt und den Konnex von Zucker (backen, kochen, Kaffee süßen) mit einer Modekette herstellen soll. Dadurch werden traditionelle Stereotypen bemüht und damit Sexismus im Subtext transportiert.

Zucker ist kein Produkt nur für Frauen. Wenn es eine an sich positive Grundidee sein sollte, modisch gekleidete Personen unter dem Motto „Österreich zeigt Stil" zu präsentieren, wird diese jedoch durch die Bezeichnung von Frauen als „Zuckerpüppchen" ins Negative verkehrt, weil damit ein nach dem Kriterienkatalog als sexistisch einzustufendes Frauenkonzept transportiert wird.

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