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Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 399 vom 20. Juni 2013

Bilder

NIVEA Stress Protect Spot

Was wurde beworben?

Deodorant

Name der Ware oder Dienstleistung:

Nivea Deodorant

Welche(r) Werbeträger(in)?

TV-Sender

Online

LINK:

http://www.nivea.at/produkte/kampagnen/deodorants/stress-protect?nvem=/produkte/kampagnen/deodorants/stress-protect/TVC_video

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

TV

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Nivea

Beschreibung

Sehr geehrte Mitarbeitende,
leider kam bei meiner Onlinebeschwerde immer wieder dieselbe Fehlermeldung. Daher möchte ich auf diesem Weg die Nivea Stress Protect Deodorant Women Werbung melden. Dieser Spot wird im TV ausgestrahlt, kann aber auch im Internet u.a. bei Youtube aufgerufen werden. Er handelt von einem Mann, der an einer TV-Quiz-Show teilnimmt. Seine Begleiterin sitzt auf den Rängen und fiebert mit. Dank des genannten Deodorants schwitzt sie nicht. Will man uns klarmachen, dass die unterstützende, passive Position für Frauen noch immer angemessen ist. Ist sie nicht intelligent genug selbst teil zu nehmen? Sie erreicht durch Zusehen bereits ein hohes Stresslevel, während der aktive, kluge Mann schweißfrei zum Helden wird! Ich bin empört.

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Das Sujet bedient sich sexistischer Frauen- und Männerkonzepte, um das beworbene Produkt zu verkaufen. Vorurteile über Frauen und Männer werden in Form modernisierter Rollenklischees inszeniert, traditionelle Stereotype von Männlichkeit und Weiblichkeit als Abhängigkeitsbeziehung werden verstärkt: Der Mann wird als aktiv, stark, gewinnend, aber auch als alleine verantwortlich für Leistung und Gewinn, dargestellt. Ihm gegenüber steht die Frau, die als passiv, schwach, mitfühlend ─ und als gefährdet, zu schwitzen ─ gezeigt wird. Die Körpersprache der Frau fällt in den Bereich Unsicherheit, die des Mannes in den Bereich Überlegenheit, Freude, Besitz. Der Mann als aktiv Handelnder, als Gewinner und Held, sowie die zusehende, „mitschwitzende“ Frau, bedienen eine klassische Darstellung von Paarbeziehungen entlang der traditionellen Geschlechterhierarchie. Zudem wird hier eine natürliche Körperfunktion am Beispiel des weiblichen Körpers problematisiert: Körperschweiß wird mit Unsicherheit assoziiert, schwitzen soll vermieden werden bzw. zumindest unbemerkt bleiben. Der weibliche Körper und seine Funktionen werden damit zum „machbaren“ Statussymbol, welches, so die Botschaft des Sujets, mit Hilfe des beworbenen Produkts erreicht werden könne.

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