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Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 431 vom 3. September 2013

Bilder

Was wurde beworben?

Politische Partei

Name der Ware oder Dienstleistung:

Grüne Partei, Grüne andersrum

Welche(r) Werbeträger(in)?

Online

Werbe-Folder

LINK:

http://www.gruene-andersrum.at/uploads/media/gleichstellung2013.pdf

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Die Grünen / Grüne-andersrum

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Internet

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

3.9.13

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Die Grünen

Beschreibung

Der Folder behandelt Gleichstellung und verwendet dazu den Slogan \"Deine Lieblingsstellung?\" - zu sehen sind drei Fotos: Einmal wird in total pornografischer Manier eine Frau im Neglischee von einem Mann brutal von hinten genommen und dieser Sexakt, bei dem der Mann die Frau eindeutig unterwirft und dominiert (Vergewaltigung?) wird gezeigt.
Das zweite Bild zeigt zwei Frauen beim Sexakt, diese \"Lesben\" sind genau so dargestellt wie im Pornofilm - \"lesbischer\" Sex als Lustbringer für voyeuristische Männerblicke. Das ist wahrlich frauenfeindlich, lesbenfeindlich und heterosexistisch!!
Das dritte Bild zeigt zwei nackte Männer beim Sex - das Klischee, schwul = ficken wird hier einmal mehr bedient, aber auch das diskriminierende Klischeebild, ein Mann ist \"der Mann = oben\" und der andere ist \"die Frau = unten\" wird hier zementiert.
Gleichstellung mit \"Lieblingsstellung\" beim Sex zu assoziieren ist ungeheuerlich sexistisch und frauenfeindlich!
Zynisch nur, dass der Folder im Text \"die Gleichberechtigung von Mann
und Frau – Schluss mit jeder Art
von Diskriminierung!\" fordert. Da fühle ich mich als lesbische Frau wirklich massivst diskriminiert!!!

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Während der Text des beanstandeten Folders die rechtliche Gleichstellung fordert, reduzieren die Bilder das Thema auf die bevorzugte Stellung beim Sex. Dabei verengt sich der Blick von sexueller Orientierung auf das Sexualverhalten. Die Darstellung wird mangels des fehlenden Zusammenhanges zwischen Sex und Rechtslage als sexistisch bewertet. Der Kritik wird hinzugefügt, dass die Darstellung von Homo- und Heterosexualität klischeehaft erfolgt und so geeignet ist, bestehende Vorurteile zu verstärken. Die Bilder weisen softpornographische Elemente auf und bedienen sich tradierter Rollenklischees. Siehe auch Bewertung zu Beschwerde 432.

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