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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 474 vom 29. November 2013

Bilder

Was wurde beworben?

Elite-Magazin, eine Zeitschrift des Mucha-Verlages

Name der Ware oder Dienstleistung:

Das Elite-Magazin macht ein Voting, wer der \\\"heißeste Herzbub\\\" der Österreicherinnen ist.

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

LINK:

http://www.elite-magazin.com/

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Gewista

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Kreuzung Baumgasse - Litfaßstraße

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

19.11.2013

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Mucha-Verlag

Beschreibung

Auf dem Plakat ist der Rumpf eines Mannes mit nacktem Oberkörper und ausgeprägtem Six-Pack zu sehen. Kopf und Beine sind nicht auf dem Plakat zu sehen. Von Hinten greifen zwei Frauenhände auf seine Schulter und Bauch. Der Text lautet \\\"Liebe Elite-LeserInnen: küren Sie jetzt auf www.mucha.at den heißesten Herzbuben.\\\"
Der Körper des Mannes wird hier als Blickfang-Objekt verwendet. Außerdem werden klare Körpernormen - nämlich Six pack - kommuniziert, ohne denen man(n) kein Herzbub sein kann. Was hat das eine (jemanden in sein Herz schließen) mit dem anderen (einen gesellschaftlich idealisierten Körper zu haben und dafür „gewählt zu werden“) zu tun? Ich halte das für eine fatale Profanisierung des menschlichen Beziehungsverhaltens.
Zudem ist es eine Reduzierung von Menschen (in diesem Fall eines Mannes) auf körperliche Attribute (die manchmal durch gesundheitsgefährdende Maßnahmen wie die Einnahme von Anabolika oder Stereoiden zu erreichen versucht wird).
Diese Darstellung des \\\"perfekten\\\" männlichen Körpers wird außerdem der Druck auf alle anderen Männer erhöht, ebenso aussehen zu wollen. Diese gesundheitsschädigende Darstellungsform gibt es bei Frauen (mit Schwerpunkt auf Untergewicht) leider seit Jahrzehnten und bedarf ebenfalls einer dringenden Korrektur.

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Der Aufruf eine Magazins, an der Wahl zum Herzbuben teilzunehmen, wird als sexistisch gewertet, weil die Bildsprache reduzierend und sexualisierend ist. Es wird suggeriert, der Herzbub ist ein Sexsymbol und darüber hinaus, dass Männer, die Herzbub sein wollen, diesem Bild entsprechen müssen: Fokus Sixpack und Muskeln. Ein sachlicher Zusammenhang zwischen der Wahl der Männer und dem auf seinen Torso reduzierten Mann ist nicht gegeben, daher ist diese Bewerbung männerdiskriminierend.

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