Mobile APP für Smartphones

Machen sie mit – Hier geht's zum Beschwerdeformular >>>

Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 480 vom 16. Dezember 2013

Bilder

\

Was wurde beworben?

Holding Graz - Kommunale Dienstleistungen GmbH

Name der Ware oder Dienstleistung:

Kommunale Dienstleistungen

Welche(r) Werbeträger(in)?

Visitenkarte, Lippenpflegestift

LINK:

http://

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Öffentliche Verkehrsmittel in Graz

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

Dezember 2013

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Holding Graz

Beschreibung

Diese Beschwerde wurde aus Befangenheitsgründen an die Werbewatchgroup Wien abgetreten.

Die Visitenkarte trägt den Text "Allzeit bereit unter dem Mistelzweig" sowie das Logo der Holding Graz GmbH und den Abdruck eines Kussmundes mit Lippenstift.

Die Lippenpflegestifte wurden samt der Visitenkarten dieser Tage in den Öffis verteilt.

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Das Sujet wird als sexistisch bewertet, weil kein Zusammenhang zwischen der Abbildung eines weiblichen Mundes zur beworbenen Dienstleistung ersichtlich ist, Vorurteile über Frauen transportiert werden und die Abbildung zusammen mit dem Text Frauen in unpassender Weise sexualisiert.

Diese Beschwerde wurde aus Befangenheitsgründen an die Werbewatchgroup Wien abgetreten. Mittels Kussmund in Form eines Lippenstiftabdrucks und dem Slogan „Allzeit bereit unter dem Mistelzweig“ wird ein Lippenpflegestift als Weihnachts(Werbe-)geschenk in Umlauf gebracht, um für kommunale Dienstleistungen zu werben. Die Kombination von Bild (weiblicher Kussmund) und Text („Allzeit bereit“) ist in dieser Verknüpfung sexistisch und unpassend sexualisiert. Dadurch wird das sexistische Stereotyp der sexuell allzeit bereiten Frau bedient und werden Frauen zum Objekt gemacht, welches „unter dem Mistelzweig“ bereit steht und geküsst werden kann. Es lädt zur Assoziation ein, dass Frauen für sexuelle und sonstige Dienste permanent zur Verfügung stünden. Ebenso wird suggeriert, dass Frauen damit einverstanden sind, ungefragt geküsst zu werden, was gerade im Hinblick auf sexuell konnotierte Übergriffe auch im öffentlichen Raum bzw. in kommunalen Verkehrsmitteln ein falsches Bild aussendet bzw. geeignet ist, Vorurteile zu verstärken. Es ist zudem kein Zusammenhang zu den beworbenen kommunalen Dienstleistungen ersichtlich.

« zurück