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Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 62 vom 15. Feber 2012

Bilder

Peta

Was wurde beworben?

PETA Tierschutzorganisation

Name der Ware oder Dienstleistung:

PETA

Welche(r) Werbeträger(in)?

YouTube

LINK:

http://

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

PETA

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Youtube

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

15. Februar 2012

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Beschreibung

Extrem sexistisches Video - Der Freund einer Frau wird vegan und "bringt" es daher wie ein Pornostar, die Frau ist deshalb schwer verletzt

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Extrem sexistisch - Sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird verharmlost, um für vegane Ernährung und die damit verbundene „potenzsteigernde“ Wirkung zu werben. Frauen werden als willige Opfer dargestellt, die Körperverletzung scheinbar anturnt.

Der Körper wird als universal einsetzbares Werbeinstrument eingesetzt und ist vom eigentlichen Produkt „vegane Ernährung“ entkoppelt. Als Vorbildcharakter für Frau-Mann- Beziehungen wird der Mann als „besorgter“ Gewalttäter und die Frau als williges Opfer dargestellt, dies reproduziert auch Vorurteile und Klischees über Frauen und Männer. Zusätzlich zu den sexuellen Gewalthandlungen wird das „klassische Rollenbild“ durch weitere Handlungen im Clip „unterstützt“: Die schwer verletzte Frau, geht nur in Unterhose und Weste bekleidet für den Mann Gemüse einkaufen, während er daheim das Loch in der Wand verputzt, welches durch den "heftigen" Sex mit ihr bzw. durch ihren Kopf, der offenbar so heftig gegen die Wand gestossen wurde, entstanden ist.
Die verwendeten Stilmittel – Unterhose als Kleidung, Kameraführung zwischen die Beine der Frau, während sie sich die Treppen hochschleppt, danach schneller Schnitt zur Sexszene, schwere Hintergrundmusik (in diesem Fall passend zu einer Vergewaltigungs-/Opferszene) – verstärken die Geschlechterklischees.

Die dargestellte Frau wurde beim Sex schwer verletzt, wird aber als williges Opfer dargestellt, das mehr will. Die Werbung diskriminiert sowohl Frauen als auch Männer, wobei Männer als nicht fähig, eigene Entscheidungen zu treffen, trieb- und ernährungsgesteuert dargestellt werden.

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