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Beschwerde Nummer 583 vom 26. Juli 2014

Bilder

Die Preise tanzen Samba - Screenshot Werbung
Artikel mit Samba Werbung (1)
Artikel mit Samba Werbung (2)

Was wurde beworben?

Sportkleidung für Männer

Name der Ware oder Dienstleistung:

www.sportkabine.com

Welche(r) Werbeträger(in)?

Online

LINK:

http://derstandard.at/2000002124482/Gegen-Wilderei-Tierschuetzer-starten-Enthuellungsplattform-Wildleaks

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

http://derstandard.at/Web

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

24. Juni 2014 vormittags (10-12:00)

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

www.sportkabine.com

Beschreibung

Auf etlichen Artikeln / Unterseiten von Standard.at/Web findet sich (am 24. Juni, 10-12:00) das Bild einer halbnackten Frau im brasilianischen Bikini unter der Überschrift „Die Preise tanzen Samba“ - beworben wird die Website: www.sportkabine.com.

Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen der abgebildeten Frau im Bikini auf div. Standard.at/Web Seiten und der beworbenen Online-Shopping-Website, bei der man beinahe ausschließlich Sportbekleidung, Sportschuhe und entsprechendes Zubehör (Fußbälle, Sporttaschen, Anti-Schweiß-Sprays für Sportschuhe) für Männer kaufen kann.

Während die beworbene Website (www.sportkabine.com) betont maskulin gehalten ist (Introbild mit stereotyp „harten“ Männertypen, aggressiven Grimassen, wo Schwarz (und Gelb) als Farben dominieren), wird in etlichen Artikel des Online-Standards (Bereich Web) mit dem Bild der langhaarigen, stark geschminkten, neckisch posierenden Frau im Bikini geworben - die nicht nur sehr wenig anhat, sondern auch ein typisch buntes Karneval-Bikini-Outfit, das deutlich eher an Tanz, Ausgelassenheit, Karneval erinnert als an Sportbekleidung.

Durch die Frau im Bikini wird nahegelegt, man könne auf der beworbenen Website entweder Bikinis oder Karneval-Outfits kaufen - oder auch Frauen oder Sex (visuell oder als Hotline). Immerhin wirkt die Handhaltung beim schnellen Hinsehen oder Überfliegen so, als würde gleich ein Griff ins Bikinihöschen stattfinden. Der Name und die Lesbarkeit der beworbenen Website (sportKABINE) erinnern auf den ersten Blick auch eher an \"Videokabine\" als an \"Handel mit Sportprodukten und Textilien“ - ob hier ganz bewusst Klicks durch irreführende Assoziationen generiert werden sollen?

Die Anspielung auf den Karneval in Rio de Janeiro ist jedenfalls unübersehbar - das Abzielen auf ein männliches (heterosexuelles) Publikum ebenso (halbnackte lächelnde Frau auf Seiten mit web-related content).

Das Bild der Frau im Bikini wechselt sich mit einem Bild von Sporthemden ab (unter derselben Überschrift: „Die Preise tanzen Samba“) - dieses Bild wirbt weitaus klarer für die Sportkleidung, die auf der beworbenen Website www.sportkabine.com dann auch zu kaufen ist.


Videos

Entscheidung der Watchgroup

DIE PREISE TANZEN SAMBA – mit diesem Spruch bewirbt sportkabine.com Sportarktikel für (männliche) Verbraucher. Auf dem dazugehörigen Bild tanzen dann aber nicht die Preise sondern eine junge Frau. Will sportkabine.com damit suggerieren, dass die Frau ein Preis ist? Besonders irritierend ist, dass die Werbung zeitgleich mit der Fußball-WM in Brasilien gepostet wurde: Sind exotisierte brasilianische Tänzerinnen Preise für deutschsprachige Fan-Artikel-Kunden? Zwischen den angebotenen Artikeln und der sexualisierten Tänzerin besteht kein sachlicher Zusammenhang. Die Werbung ist daher sexistisch. Die Frau ist als schöne Verzierung gedacht, die für den männlichen Blick aufreizend tanzen soll und Männern wird implizit unterstellt, dass sie sich mit Sex alles verkaufen lassen.

Stellungnahme Firma/Organisation

Stellungnahme Fanreport (0,2 MB)


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