Mobile APP für Smartphones

Machen sie mit – Hier geht's zum Beschwerdeformular >>>

Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 698 vom 2. November 2015

Bilder

Was wurde beworben?

2€ Bar

Name der Ware oder Dienstleistung:

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

LINK:

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Juridicum Wien

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

26.10.2015

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Uni Alm KG

Beschreibung

Es handelt sich um Flyer der Uni Alm KG, die auf der gut sichtbaren Vorderseite für Ihre Bar als \"2€-Bar\" werben. Das obere, präsente Drittel des Flyers zeigt eine Frau mit langen blonden Harren und weitem Ausschnitt, die zwei Bierkrüge in der Hand hält. Von der Frau ist lediglich der Ausschnitt zu sehen.
Ich als Frau fühle mich von dieser deutlich sexistischen Werbung diskriminiert und finde vor allem den Fakt untragbar, dass diese Flyer in einem öffentlichen Gebäude, ja sogar in einer Universität auf allen Werbeflächen angebracht werden dürfen. Ich hoffe, dass es in unserer Gesellschaft möglich ist, auf eine Studentenbar aufmerksam zu machen, ohne Frauen auf ihre Brüste zu reduzieren und das in einer so derben und bloßstellenden Art.
Ich hoffe Sie können mich bei meinem Anliegen unterstützen.

Mfg

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Die Abbildung eines Dekolletés - fragmentiert und ohne sonstigen Körperbezug - stellt ein mittlerweile tradiertes Sexismuskonzept für Bier-, Lokal- und Oktoberfestwerbung dar. Der weibliche Körper bzw. der Blick auf die Brüste der Frau wird als universales Werbeinstrument eingesetzt, das Frauen mit Produkten und Konsumartikeln gleichsetzt und keinen Produktzusammenhang erkennen lässt. Die Sexualisierung und der voyeuristische Blick in das Dekolleté wird durch die gewählte Kameraperspektive zusätzlich unterstrichen. Farblich werden die Brüste von einem cremefarbenen "Arrangement" umrandet (Bierschaum, Teile des Oberteils), sodass sich die Brüste noch deutlicher davon absetzen und ins Auge stechen. Das gelbe kreisrunde Schild mit dem dominanten Schriftzug "2 Euro Bar" suggeriert zudem, dass diese "Brust-Bierkombination" bereits um 2 Euro zu erwerben ist. Bedient werden sexistische Frauen- und Männerkonzepte: Die Frau wird als Sexobjekt und verfügbare Ware dargestellt. Männern wird unterstellt, dass sie sich mit Hilfe von Brüsten alles verkaufen lassen, sie triebgesteuert wären und nicht fähig sind eigene Entscheidungen zu treffen. Männer werden als Käufer, Frauen als Objekte dargestellt.
Auch wenn dieses Sujet ein häufiges ist, wird eine deutliche Symbolsprache bedient, die als sexistisch abzulehnen ist.

« zurück