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Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 725 vom 18. Feber 2016

Bilder

Was wurde beworben?

Kinofilm

Name der Ware oder Dienstleistung:

Dirty Grandpa

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

LINK:

http://

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

In fast allen u4 Stationen

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

Im Februar 2016

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Beschreibung

Die Werbung für den Kinofilm Dirty Grandpa ist aus mehreren Gründen untragbar! Die Darstellung der Frau, aber auch die der lüsternen Männer - unterstützt durch die sprachliche \"Zweideutigkeiten\" ist nicht nur diskriminierend, beschämend und widerlich, sie ist auch in der derzeitigen Diskussion rund um sexualisierte Gewalt an Frauen im öffentlichen Raum,verharmlosend und somit gefährlich.
Hoffentlich gelingt es uns diese sexistische Frechheit loszuwerden!

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Das vorliegende Werbesujet bedient sich sowohl sexistischer Frauen- als auch Männerkonzepte: Frauen werden als Sex- und Lustobjekte dargestellt. Die Frau wird durch ihre Körperhaltung, ihre Kleidung und nicht zuletzt auch durch das Fehlen des Kopfes als entpersonalisiertes Sexobjekt dargestellt. Die Männer werden als triebgesteuert und nicht fähig eigene Entscheidungen zu treffen dargestellt. Auf Seite der beiden Männer wird einerseits ein Altenstereotyp bedient (lüstern-voyeuristisch). Der Titel selbst "Dirty Grandpa" spielt assoziativ mit sexuellen Stereotypen in Bezug auf ältere Männer. Andererseits hat der junge Mann hingegen das "Potenzsymbol Tankstutzen" auf Genitalhöhe auf den Po der Frau gerichtet in der Hand. Der sexualisierte Eindruck wird zudem durch den Text ("Spritztour") verstärkt.

Die angedeutete Penetration mit einem Tankstutzen ist Verharmlosung von Gewalt! Am Filmplakat wird ein Bild des sich anbahnenden sexuellen Übergriffs dargestellt und könnte auch vermitteln, dass ein solches Verhalten sozial erwünscht wäre bzw. dass (kopflose) Frauen so einen Kontakt wollen würden oder dieser zumindest möglich sei.

Für die Bewerbung dieses Films gibt es auch andere Plakatsujets (z.B. ohne Frau am Bild). Das lässt darauf schließen, dass hier ganz bewusst auf "Sex Sells" gesetzt wurde. Aus diesen Gründen ist dieses Werbesujet nach dem Kriterienkatalog der Werbewatchgroup als sexistisch zu bewerten.

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