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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 143 vom 3. Juli 2012

Bilder

Y/O/U Modelabel

Was wurde beworben?

Mode

Name der Ware oder Dienstleistung:

Modelabel Y/O/U

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

LINK:

http://www.pressetext.com/news/photo/20120630002/3

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Gewista

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

1090 Wien JUlius Tandler PL. Bahnhofsvorplatz

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

2. Juli 2012

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Modelabel Y/O/U

Beschreibung

Ein muskulöser, mit aggressiven Tattoos bedeckter Mann steht mit geballter Faust vor einer verängstigt wirkenden Kindfrau mit zerrauftem Haar, die einen Finger in den Mund steckt, während sie mit der anderen Hand ihr T-shirt schützend über den Geschlechtsbereich hinunterzerrt. Foto: http://www.pressetext.com/news/20120630002#news/media/20120630002

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Diese Form die Werbung ist schärfstens zu verurteilen und als extrem sexistisch und gewaltverharmlosend abzulehnen!

Durch die bildliche Darstellung wird Gewalt gegen Frauen bzw. Missbrauch assoziativ hergestellt, ästhetisiert und verharmlost: ein schemenhafter tätowierter Männerarm, dessen Hand zur Faust geballt ist, steht vor einer sitzenden, verängstigt wirkenden Frau, die versucht, ihr T-Shirt über die Genitalregion zu ziehen.

Der Gesamteindruck der dargestellten Szene weckt Gewaltassoziationen: eine Frau wird in einer schwachen und verängstigten Haltung gezeigt - ein Mann als gewaltbereiter Kerl.

Dass hier ein Gewalt-gegen-Frauen-Sujet zur Bewerbung eines Produkts eingesetzt wird, ist per se sexistisch und Gewalt verharmlosend. Vorherrschende Geschlechterklischees - die Frau ist schwach, der Mann ist gewaltbereit - werden verstärkt und, ebenso wie die assoziierte Gewalt gegen Frauen, als positiv (!) dargestellt, mit dem Ziel, damit ein Modelabel zu bewerben.

Nach Meinung der Wiener Werbewatchgroup ist dies in schärfster Weise abzulehnen, und zwar umso mehr, als das sonst "übliche" Motto "Sex sells" den Werbenden offenbar nicht mehr reicht. Die Kombination mit Gewalt soll mehr Aufmerksamkeit erzeugen, was nicht nur an sich, sondern auch im Hinblick auf das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen in der Gesellschaft in höchstem Maße empörend und abzulehnen ist!

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