Mobile APP für Smartphones

Machen sie mit – Hier geht's zum Beschwerdeformular >>>

Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 146 vom 8. Juli 2012

Bilder

Was wurde beworben?

Alkohol

Name der Ware oder Dienstleistung:

Rossbacher

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

Booklet

LINK:

http://

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Booklet Summerstage Wien

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

05.07.2012

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Rossbacher

Beschreibung

Gegen Männer gibt es viele Vorurteile. Alle stimmen. Kompromisslos männlich. Rossbacher (siehe Bild)

Die Werbung impliziert, dass alle Männer gleich sind bzw. stereotyp agieren.

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Die vorliegende Werbung spielt auf den ersten Blick mit einem sehr breiten Spektrum an möglichen Assoziationen zu Vorurteilen über Männer. Die Vorurteile selbst werden nicht benannt, wodurch die Werbung zunächst neutral erscheint.

Gesellschaftliche Vorurteile über Männer, egal ob positive oder negative, sind mit bestimmten Rollenklischees verbunden - etwa der Mann als Familienernährer, Techniker, kompetenter Manager oder der Mann als Gesundheitsmuffel, kompromisslos, triebgesteuert, alkoholaffin, gewaltbereit.

Interessant ist auch die Formulierung „gegen Männer“ (gibt es viele Vorurteile). Eine neutrale Formulierung wäre „über Männer“. Das Wort „gegen“ stimmt auf negative Assoziationsketten ein, sowie auf Widerstand. Es unterstellt einer anderen Gruppe (z.B. Frauen – als Gegensatz zu Männern) gegen Männer Vorurteile haben. Der Widerstand „gegen Männer“ wird gebrochen, indem ihm zugestimmt wird („alle stimmen“). Durch die Zustimmung ist keine Verhaltensänderung nötig; die Zustimmung rechtfertigt ein Verhalten, das möglicherweise von anderen Personen abgelehnt wird. Wird darüber hinaus „kompromisslos männlich“ ergänzt, ergibt sich das Bild, dass es männlich ist, keine Kompromisse einzugehen. Gleichzeitig wird bekräftigt, dass keine Verhaltensänderungen nötig sind.

Der Grundtenor ist: Alle Männer sind „so“ (welche Vorurteile auch immer assoziiert werden), Männer trinken Alkohol, das ist männlich und rollenkonform, Kompromisslosigkeit ist männlich.

Durch die Koppelung von Text und Bild (obwohl beides auf den ersten Blick nicht zusammenhängend erscheint), die dadurch assoziierte Verbindung zwischen Männlichkeit und Alkohol, sowie die Gleichschaltung aller Männer werden auf subtile Weise sexistische Rollenklischees über Männer dargestellt.

« zurück