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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 179 vom 16. September 2012

Bilder

daunenjacken

Was wurde beworben?

Daunenjacke

Name der Ware oder Dienstleistung:

Daunen Jacke

Welche(r) Werbeträger(in)?

Zeitung

LINK:

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Zillertaler Trachtenwelt

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Kronenzeitung am 16.09.012

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

16.09.012

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Zillertaler Trachtenwelt

Beschreibung

Daunenjacken in verschiedenen Farben werden von nackten, mit hohen Schuhen posierenden Frauen beworben.

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Entscheidung der Watchgroup

Hier wird ein Produkt, das normalerweise in Kombination mit anderen wärmenden Kleidungsstücken getragen wird, gezielt mit spärlich bekleideten, sexuell lasziven Frauen dargestellt. Daunenjacken werden von sonst scheinbar nackten, jungen, schlanken Frauen in hochhackigen Schuhen beworben, womit die bekannten Produkteigenschaften dieser Jacken (wärmen im Winter) durch die sonst völlig inadäquate Bekleidung aufgehoben werden.

Das Sujet bedient sich eines unmissverständlich sexistischen Blicks, der die Frau als verfügbares Objekt der Begierde darstellt. Scheinbar nackt in Daunenjacke zu posieren erweckt sexualisierende Aufmerksamkeit für die unbedeckten Körperteile (Schritt, Hüften, Po-Bereich) und steht damit in keinem Produktzusammenhang - das Produkt (die Daunenjacke) tritt in den Hintergrund und spielt (fast) keine Rolle. Nicht das Produkt sondern „Sex sells“ steht im Vordergrund.

Das sonstige Outfit bzw. das Posieren der Frauen, die softpornografischen Anklänge und die verführende, zum Teil auch devote Körperhaltung erinnern mehr an die Bewerbung von Sexartikeln (Frau als verfügbare Ware). Es ist nicht nachvollziehbar, warum Frauen sich von einer derartigen Produktpräsentation angesprochen fühlen sollten, obwohl sie Zielgruppe für diese Jacken sind. Es wird daher offensichtlich der männliche Blick bedient und dabei auch Klischees über Männer, die Frauen vermeintlich so sehen wollen. Aus den genannten Gründen ist diese Werbung als sexistisch zu bewerten.

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