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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 201 vom 4. Dezember 2012

Bilder

HM Push up
HM Nachthemd

Was wurde beworben?

Dessous von H&M

Name der Ware oder Dienstleistung:

H&M

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

Zeitung

TV-Sender

YouTube

Online

H&M Website

LINK:

http://www.hm.com/at/holiday#lingerie/films/morning_glimmer und http://www.hm.com/at/holiday#lingerie/inspiration/ladies/0

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Gewista, Zeitungen

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

in ganz Wien

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

3.12.2012

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

H&M

Beschreibung

Wieder einmal ein gelungenes Beispiel der sexualisierten Darstellung der Frau in der Gesellschaft. Suggeriert wird hier, wichtig sei ein Push-Up der Brust und sexy auszusehen. Es werden IMMER nur Frauen in Unterwäsche/Bademoden in Wien gezeigt. Das alleine ist schon sexistisch und diskriminierend gegenüber Frauen!

Die Werbung hängt in ganz Wien! Wenn man z.B. mit der Straßenbahn zum Schwedenplatz fährt und die Bim stehen bleibt, dann schaut man aus dem Fenster direkt in zwei Riesenbrüste, die mit einem "Super-Push-Up" noch vergrößert werden. Dies ist extrem störend!

Auch die Werbefotos auf der Website (http://www.hm.com/at/holiday#lingerie/inspiration/ladies/0) sind sexistisch, ebenso wie die Filme (http://www.hm.com/at/holiday#lingerie/films/morning_glimmer) oder die derzeit ausgestrahlte Werbung im ORF.

Schade, denn auf der gleichen Website gibt es ja auch neutrale, ansprechende Werbung unter dem Punkt "Kollektion" http://www.hm.com/at/holiday#lingerie/collection/overview/ladies/0. Das könnte ja durchaus ausreichen!

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Dieses Werbesujet von H&M ist sexistisch. Bedient werden sexistische Frauenkonzepte, indem Frauen als Sexobjekte und laszive Verführerinnen dargestellt werden. In „klassischen“ Klischeeposen, die an einen männlich heterosexuellen Blick gerichtet sind, werden Frauen als passiv, verfügbar und aufreizend präsentiert. Damit werden auch sexistische Männerkonzepte unterstellt, wie z.B., dass diese Posen Männer besonders ansprechen würden und Männer daher triebgesteuert wären.

Der Körper der Frauen wird als Werbeinstrument eingesetzt. Die Frauen präsentieren dabei nicht die Dessous, sondern bieten sich selber durch entsprechende Posen an. Dadurch werden die Frauen zur Ware.
Weiters erfolgt eine Sexualisierung von Körperteilen: Busen und Po sind als Blickfang durch entsprechende Pose, Kameraschärfe, Farben und Beleuchtung besonders hervorgehoben. Zum Teil kommen auch Elemente softpornografischer Ästhetik zum Tragen, etwa bei dem Sujet der am Boden liegenden Frau, die ihren Hintern in die Höhe streckt.

Da nicht das Produkt beworben wird, sondern Frauen in Unterwäsche, die als laszive Verführerinnen dargestellt werden, ist das Sujet als sexistisch zu bewerten.

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