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Aktuelle Entscheidungen

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Beschwerde Nummer 222 vom 5. Feber 2013

Bilder

Was wurde beworben?

CD

Name der Ware oder Dienstleistung:

"Best of Österreich Hüttengaudi"

Welche(r) Werbeträger(in)?

Online

LINK:

http://www.oe24.at/

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

www.oe24.at

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Internet

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

5.2.2013

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Österreich

Beschreibung

Eine der ständig wechselnden Werbeeinschaltungen auf www.oe24.at zeigt die Werbung für eine CD mit dem Blick in die Dirndlbluse bzw. auf das Dekolleté einer Frau. Wie die Positionierung des Buttons "hier bestellen" knapp unterhalb des Busens zu bewerten ist, überlasse ich den ExpertInnen.

Videos

Entscheidung der Watchgroup


Es ist auf dem Titel nicht ersichtlich, ob die blonde Frau eine der Interpretinnen ist - somit besteht die Vermutung, dass sie als Blickfang dazumontiert wurde - mit den Merkmalen der Sexualisierung, die bei dieser Strategie meist üblich ist. Die dargestellte Frau wird als Produktgarnierung, als verfügbare Ware - was durch den Bestellbutton unmittelbar unter dem Blusenausschnitt mit der Aufforderung "Hier bestellen" noch verstärkt wird - und als laszive Verführerin dargestellt. Damit werden sowohl sexistische Frauen- als auch sexistische Männerkonzepte bedient. Denn auch Männern wird durch diese Art der Werbung unterstellt, dass sie sich mit Sex alles verkaufen lassen würden und triebgesteuert sind.

Die Abbildung eines herzförmigen Dekolletés - fragmentiert und ohne sonstigen Körperbezug - stellt ein mittlerweile tradiertes Sexismuskonzept in der Werbung dar. Der weibliche Körper bzw. der Blick auf die Brüste der Frau wird als universales Werbeinstrument eingesetzt, das Frauen mit Produkten und Konsumartikeln gleichsetzt und keinen Produktzusammenhang erkennen lässt. Die Sexualisierung und der voyeuristische Blick in das Dekolleté werden durch die gewählte Kameraperspektive zusätzlich unterstrichen. Auch wenn dieses Sujet ein häufiges ist, wird eine deutliche Symbolsprache bedient und diese ist als sexistisch abzulehnen.

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