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Aktuelle Entscheidungen

Alle aktuellen Entscheidungen über Beschwerden auf einen Blick

Beschwerde Nummer 281 vom 4. März 2013

Bilder

Werbung Wiener Linien

Was wurde beworben?

Bus fahren

Name der Ware oder Dienstleistung:

Wiener Linien

Welche(r) Werbeträger(in)?

Plakat

YouTube

LINK:

http://

Name des Werbeträgers / der Werbeträgerin:

Wiener Linien

Wo wurde beworben? Ort, Adresse

Güpferlingstraße/Hernalser Hauptstr., Wien

Wann gesehen/gelesen/gehört? Datum, Uhrzeit

03.03.2013, 15:30

Wer hat beworben? Name des werbendenden Unternehmens

Wiener Linien

Beschreibung

Zwei Frauen taxieren einen jungen Mann in einem Bus der Wiener Linien, dabei sind nur die Oberarme und der Hintern des Mannes zu sehen.

Videos

Entscheidung der Watchgroup

Seit 4.3.2013 sind insgesamt sieben Beschwerden zum vorliegenden Sujet eingelangt. Wegen Befangenheit (Stadt Wien Bezug) wurde die Werbung zur Bewertung an die Salzburger Watchgroup gegen sexistische Werbung weitergeleitet. Das Sujet wurde als sexistisch bewertet. Die Entscheidung der Salzburger Werbewatchgroup ist im Folgenden und auch unter http://www.watchgroup-salzburg.at nachlesbar:

Vom Busfahren und Männerhintern

Zwei hübsche junge Frauen benutzen ein Verkehrsmittel der Wiener Lienen, stecken die Köpfe zusammen und kichern. Anlass ist augenscheinlich die attraktive Rückansicht eines jungen Mannes, wobei nur Oberarme und Hintern zu sehen sind. Der Slogan: „Ich sag doch, du solltest mehr Bus fahren“.

Die Botschaft sollte damit klar sein: Beim Auto fahren hat man die Gelegenheit eher nicht, attraktive Männer zu taxieren und zu begutachten. Öffentliche Verkehrsmittel benutzen, kann den Unterhaltungswert steigern.

Was wollen uns die Wiener Linien damit sagen? Dass man übliche Rollenmuster in der Werbung einfach vertauscht und schon ist es witzig? Dass bei Verkehrung der üblichen Rollenmuster keine herkömmlichen sexistischen Stereotype erzählt werden? Dass der männliche Körper kein Objekt für Sexismus ist? Oder dass junge Frauen sich sehr gut gegen den Alltags-Sexismus wehren können, in dem einfach die gewohnten Verhaltensweisen getauscht werden?

Sexismus ist ein Ausdruck und eine Folge des Machtgefälles innerhalb unserer Gesellschaft. In den meisten Fällen trifft es Frauen in Worten, Bilder und Taten. Dass Sexismus aber auch Männer treffen kann, ist in diesem Sujet eindeutig zu sehen. Hier wird ein Männerkörper, noch dazu nur Teile davon, objektiviert und sexualisiert.

Nach den Kriterien der Salzburger Watchgroup ist dieses Sujet eindeutig sexistisch.

Der Werberat hat keinen Grund zum Einschreiten gesehen.

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