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„Du! Sollst! Nicht!“

27. September 2012

Leserinnenbrief „Du! Sollst! Nicht“

Gegen Sexismus in der Werbung aufzutreten, hat nichts mit Körper- oder Lustfeindlichkeit zu tun. Vielmehr gilt es, der Prägung oder Verfestigung eines schädlichen Frauen- oder Männerbildes in den Köpfen der Menschen entgegen zu treten. Werbung wirkt, indem sie uns Schönheitsideale, Körperbilder, Lebensstile vermittelt, die Menschen nachweislich beeinflussen. Solche Bilder können im schlimmsten Fall gesundheitsschädigend sein, wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen und zu psychischen Erkrankungen wie Essstörungen, geringem Selbstwert bis hin zu manifesten Depressionen führen. Gleichermaßen ist es notwendig gegen Gewalt verherrlichende oder verharmlosende Werbung aufzutreten, wie es etwa die Wiener Werbewatchgroup gegen sexistische Werbung tut, die sich anhand von definierten Kriterien mit Beschwerden gegen jegliche Art der sexistischen Werbung befasst, egal ob es etwa um sexualisierte Darstellungen, Gewaltdarstellungen oder diskriminierende Rollenbilder geht. Nicht jede Meinung ist frei, die Grenzen liegen dort, wo es um Schaden geht, den andere erleiden, wie auch von „profil“ zitiert. Da dabei nicht auf die Selbstbeschränkung der Werbewirtschaft gesetzt werden kann, wie auch die Beispiele zeigen, die auf der Homepage der Werbewatchgroup nachzulesen sind, braucht es gesetzliche Regelungen. Der Schutz von Heranwachsenden, von Frauen und Männern vor Diskriminierung und Gesundheitsschäden wiegt allemal stärker als das Prinzip des „Sex sells“.

Für die Werbewatchgroup Wien

Dr.in Marion Gebhart