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Werbeethik und Werbediskriminierung bewegt

21. März 2014

Am 27.02.2014 fand im Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften das Symposium „Discrimination Sells?! Werbeethik und Werbekritik heute“ statt. Die Kooperationsveranstaltung der Wiener Werbewatchgroup, des Österreichischen Werberats, der Frauenabteilung der Stadt Wien und des IPKW zog über 150 interessierte TeilnehmerInnen an. Sowohl unter den Teilnehmenden als auch unter den Vortragenden waren VertreterInnen aus Wissenschaft, Kreativwirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft. Frauenstadträtin Sandra Frauenberger eröffnetete das Sympsoium mit einem Plädoyer gegen Sexismus und insbesondere gegen Sexismus in der Werbung: Werbung muss ohne diskriminierende Darstellungen auskommen. Jörg Matthes, Institutsvorstand am IPKW und Professor für Werbeforschung, ging in seiner Keynote wissenschaftlichen Werbestudien auf den Grund: „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Werbemüdigkeit der Bürgerinnen und Bürger und einer Flut von Werbebotschaften ist ethisch fragwürdige Werbung ein Garant für die Aufmerksamkeit. In der Folge werden nicht nur Werbeeffekte erzielt, sondern auch bestehende Stereotype gestärkt und möglicherweise sogar erschaffen“ so Matthes. Anschließend ergänzte Ulli Weish um feministische Perspektiven auf das Thema bzw. kritisierte das Fehlen der feministischen Werbeforschung und Kati Förster beleuchtete schließlich das Paradigma des aktiven Publikums und erheiterte mit Beispielen von Mockadvertising. In der folge war am Podium war die WerberInnen-Perspektive genau wie jene der WerbekritikerInnen in Form von Werbewatchgroup und Werberat vertreten; diese Perspektiven wurden einander gegenübergestellt und die Vorgangsweisen von Werbewatchgroup und Werberat näher beleuchtet. Nachmittags wurde dann in kleineren Gruppen in Workshops zu den Themenfelder Jugendliche (Kati Förster), Rassismus (Simon Inou) und populärer Sexismus (Rosa Reitsamer) weitergearbeitet. Das Symposium zeigte deutlich: das Thema Sexismus und andere Diskriminierungsformen in der Werbung treffen einen Nerv.

 

http://diestandard.at/1392686842575/Wenn-Werbung-weh-tut

 

http://www.m-media.or.at/gesellschaft/discrimination-sells-sexismus-dominiert-werbung/2014/03/03/#